Problemhunde - Pferdeosteopathie

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Problemhunde

Hundeosteopathie

Kann es einen Zusammenhang zwischen plötzlichen Wesensveränderungen und gesundheitlichen Störungen bei Hunden geben?

Bereits 1991 hat der bekannte Hundetrainer und Ausbilder  Anders Hallgren an ca. 400 Hunden eine Untersuchung (mit Unterstützung von auf Hunde spezialisierten Chiropraktikern)  durchgeführt. Also bereits lange, bevor das Thema Hundeosteopathie in Deutschland auch nur im Entstehen war. Im Laufe dieser Untersuchung wurden folgende, erstaunliche Feststellungen gemacht:
bei 63% der Hunde wurden Probleme im Bereich der Muskulatur und des Knochenapparates gefunden, wobei im einzelnen folgende Körperbereiche betroffen waren:

  • 27% Nacken,

  • 67% Vorderkörper und

  • 72% Hinterkörper inkl. Schwanz, die meisten Hunde wiesen dabei mehrere Störungen parallel auf.

  • 55% der wegen Rückenproblemen behandelten Hunde waren aggressiv und überaktiv, bei den Hunden ohne mechanische Störungen lag die Quote demgegenüber nur bei 30%. (Es wurde leider nicht untersucht, wieviele dieser 30% andere, organische Erkrankungen oder sonstige, gesundheitliche Störungen aufwiesen.)

  • 78% der an der Untersuchung beteiligten Hunde, die sowohl aggressiv als auch überaktiv waren, litten unter Störungen des Bewegungsapparates.


Bereits die einfache, chiropraktische Behandlung verschaffte damals den meisten Hunden Linderung und verbesserte bzw. beseitigte auch gleichzeitig die problematischen Handlungsweisen.

Erweitert man diesen Gedankenansatz auch auf alle anderen, möglichen  Erkrankungsformen, ist wohl davon auszugehen, dass ein großer Teil der als “Problemhund” abgestempelten Vierbeiner nur auf Grund von Schmerzen dieses Verhalten zeigt. Bevor man diese nun abschiebt oder schlimmer, einschläfert, sollte man auf jeden Fall fäirerweise alle anderen Möglichkeiten ausschöpfen, um zu untersuchen, ob nicht “nur” gesundheitliche Probleme das Fehlverhalten auslösen.

Ich erlaube mir in diesem Zusammenhang allen Interessierten oder sogar Betroffenen das Buch “Hundeprobleme-Problemhunde” von Anders Hallgren, erschienen bei OERTEL+SPOERER zu empfehlen. Es bietet gerade im Bereich Verhaltensstörungen und deren vielfältigen Ursachen einen interessanten und dabei doch stets praxisbezogenen Einblick in das Wesen unserer vierbeinigen Freunde. Wie alle Bücher ist aber auch dieses Buch sicherlich keine perfekte Bedienungsanleitung, die aus einem Laien umgehend einen perfekten Hundeexperten macht. Erfahrung und Wissen kann man sich letztendlich nur in der Praxis aneignen. Es liefert aber viele gute Ansätze zum Umdenken und Querdenken.

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